Nicht jede Kennzeichnung ist für die Ewigkeit gemacht. In vielen Betrieben hängen heute noch Schilder, die weder normgerecht noch ausreichend lesbar sind – ein Sicherheitsrisiko und ein rechtlicher Graubereich. Doch wann besteht eine Pflicht zur Nachrüstung? Und wie geht man am besten vor?
Neue Normen, neue Anforderungen
Normen wie die DIN EN ISO 7010 definieren standardisierte Piktogramme, Farben und Formate für Sicherheitszeichen. Seit 2013 ist diese Norm in vielen Bereichen verbindlich – u. a. für Fluchtwegkennzeichnung, Brandschutz oder Warnhinweise.
Alte Schilder mit Symbolen aus DIN 4844 oder Eigenkreationen gelten als überholt – und müssen ersetzt werden, wenn:
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neue Maschinen oder Räume in Betrieb genommen werden
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eine Gefährdungsbeurteilung eine Änderung ergibt
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sich gesetzliche Anforderungen ändern (z. B. durch DGUV-Vorschriften)
Wann besteht Nachrüstpflicht?
Eine konkrete gesetzliche „Austauschpflicht“ gibt es nur in bestimmten Fällen. Aber:
Laut Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) und ASR A1.3 müssen Sicherheitszeichen jederzeit klar erkennbar und verständlich sein.
Fehlt dies, haftet im Schadensfall der Arbeitgeber – unabhängig davon, wie alt das Schild ist.
Typische Gründe für Austausch:
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verblasste oder beschädigte Schilder
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nicht normgerechte Symbole
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unlesbare Schriftgrößen
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falsche Farben oder missverständliche Piktogramme
So gehen Sie systematisch vor
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Bestandsaufnahme machen: Wo befinden sich alte oder kritische Schilder?
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Normvergleiche ziehen: Welche Piktogramme oder Farbcodes entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand?
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Ersatz planen: Jetzt auf langlebige, normkonforme Schilder umstellen – z. B. mit individuellen Industrieschildern von Kennflex®
Fazit
Wer bei der Kennzeichnung auf veraltete Symbole setzt, riskiert Missverständnisse, Sicherheitsprobleme und rechtliche Konsequenzen. Eine rechtzeitige Nachrüstung sorgt für klare Kommunikation, Sicherheit im Betrieb – und schützt vor Haftungsfällen. Kennflex® bietet Ihnen normgerechte Schilder, branchenspezifische Lösungen und kompetente Beratung für die Umsetzung.

