Planung einer neuen Anlagenkennzeichnung: So gehen Sie strukturiert vor

Die richtige Kennzeichnung von Anlagen ist weit mehr als ein organisatorischer Aspekt – sie ist Voraussetzung für Sicherheit, Wartung und reibungslose Abläufe. Doch wie plant man eine neue Anlagenkennzeichnung effizient und regelkonform?
Ob im Neubau, bei einer Modernisierung oder im Zuge einer Zertifizierung: Mit einem strukturierten Vorgehen stellen Sie sicher, dass die Kennzeichnung normgerecht, langlebig und zukunftssicher ist.

In diesem Beitrag zeigen wir, wie Sie Schritt für Schritt zur optimalen Kennzeichnungslösung gelangen.

1. Ausgangssituation und Zielsetzung erfassen

Bevor neue Schilder produziert oder montiert werden, muss klar sein:

  • Welche Anlagenteile müssen gekennzeichnet werden?
  • Welche Informationen sollen vermittelt werden (z. B. Sicherheits-, Funktions- oder Wartungshinweise)?
  • Gibt es bereits Vorgaben aus Normen, Kundenwünschen oder internen Richtlinien?

Besonders bei der Anlagenkennzeichnung im Kraftwerksbau oder in der chemischen Industrie ist eine gründliche Dokumentation der Ausgangslage entscheidend.

2. Normen und Vorschriften prüfen

Je nach Branche gelten unterschiedliche Regelwerke, z. B.:

  • DIN EN ISO 7010 – Sicherheitskennzeichnung mit standardisierten Piktogrammen

     

  • DIN 2403 – Kennzeichnung von Rohrleitungen

     

  • ISO 20560 – Kennzeichnung von Gefahrstoffen und -bereichen

     

BetrSichV, TRGS & DGUV-Vorschriften – je nach Anlagenart

3. Schildermaterial und Befestigungsmethode wählen

Je nach Einsatzort und Umgebung unterscheiden sich die Anforderungen an das Material:

  • Innenbereich: kosteneffiziente Folienschilder oder Kunststoffplatten

     

  • Außenbereich: UV- und witterungsbeständige Schilder aus Aluminium oder speziellen Hochleistungskunststoffen

     

  • Extreme Bedingungen: hitze- oder chemikalienbeständige Materialien wie Thermograv® oder Edelstahl

     

Unser Beitrag über „Kennzeichnung in extremen Umgebungen“ bietet hier zusätzliche Einblicke.

Auch die Befestigung will geplant sein: Schrauben, Nieten, Kabelbinder, Klemmbänder oder industrielle Klebetechniken kommen je nach Untergrund infrage.

4. Produktion und Montage

Ist die Freigabe erfolgt, beginnt die Fertigung. Achten Sie auf:

  • Witterungs- und UV-beständige Farben und Kleber

  • Lesbarkeit auch aus mehreren Metern Entfernung

  • Kontraste gemäß Normvorgaben

Die Montage sollte systematisch erfolgen – idealerweise nach einem Kennzeichnungsplan, der dokumentiert, wo welches Schild montiert wurde.

5. Dokumentation und spätere Pflege

Jede Kennzeichnung ist nur so gut wie ihre Pflege. Ein guter Plan enthält:

  • Übersicht über alle installierten Schilder

  • Angaben zu Material, Position, Wartungsintervallen

  • Hinweise auf Normänderungen oder Überprüfungspflichten

Nutzen Sie z. B. Barcode-Schilder, um Inspektionen digital zu erfassen.

Ratgeber: Technische Anforderungen für Anlagenbeschilderung

Weitere Details zu Materialwahl, Normen und branchenspezifischen Anforderungen finden Sie in unserem kostenlosen PDF-Ratgeber.

Planung spart Kosten und schafft Sicherheit

Wer die Kennzeichnung von Anfang an strukturiert plant, spart langfristig nicht nur Kosten, sondern sorgt auch für mehr Sicherheit, Übersicht und Normkonformität. Kennflex® unterstützt Sie dabei mit langlebigen Materialien, individueller Beratung und auf Wunsch auch bei der vollständigen Planung und Umsetzung Ihrer Anlagenkennzeichnung.

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